Unser Partnerprogramm: Der Zweig, der zuletzt geprüft wird, bringt 93 Prozent
Eine Bestellung kann Ihnen auf drei Wegen gutgeschrieben werden. Der Weg, den jede Erklärung zuerst nennt, macht zwei Prozent aus. Dazu: was einen Umsatz auslöst, warum 688 gemeldete Umsätze am Ende erstattet wurden, und warum zwei der drei Wege gar kein Cookie-Fenster haben.
Avery Bennett
Wer auf Deutsch nach einem Partnerprogramm sucht, sucht meistens nach einem Händler: Acht der zehn Vorschläge zu „affiliate programm“ sind Markennamen, von Amazon über IKEA bis Douglas. Diese Seite beantwortet eine andere Frage, nämlich wie die Zuordnung in diesem Programm tatsächlich funktioniert. Das lohnt sich, weil die Antwort der üblichen Erklärung widerspricht.
Eine Bestellung kann Ihnen auf drei Wegen gutgeschrieben werden, und jede bisherige Fassung dieser Seite hat sie in der Reihenfolge erklärt, in der der Server sie prüft. Für jemanden, der entscheidet, wo er seine Zeit hinsteckt, ist das die falsche Reihenfolge: Der zuletzt geprüfte Zweig ist der, der zahlt.
Welcher Zweig tatsächlich zahlt
Von den Bestellungen, für die ein Umsatz gemeldet wurde und bei denen eine Zuordnungsquelle festgehalten ist, verteilt es sich so, und es ist nicht knapp:
- Der Verkäuferzweig: 93,2 Prozent. Jemand hat sich über Ihren Link als Verkäufer angemeldet, und etwas aus seinem Bestand wurde gekauft. Wer der Käufer ist und wie er hergefunden hat, spielt keine Rolle.
- Der Käuferzweig: 4,6 Prozent. Jemand hat sich über Ihren Link als Käufer angemeldet und später angemeldet bestellt.
- Der Bestellzweig: 2,1 Prozent. Jemand kam über Ihren Link und hat im selben Besuch bestellt.
Lesen Sie das als Aussage darüber, was dieser Marktplatz ist. Ein geworbener Käufer gibt einige Bestellungen ab. Ein geworbener Verkäufer stellt Bestand ein, aus dem viele Käufer bestellen, und zwar so lange, wie er verkauft. Ein einziger geworbener Anbieter ist eine unbestimmte Zahl geworbener Kunden wert, und die Zahlen legen ein Verhältnis in der Größenordnung von zwanzig zu eins nahe.
Die Registrierungsdaten sagen dasselbe. Von den Konten, die einen Code aus der Anmeldung tragen, sind 25 Verkäufer und 9 weitere in beiden Rollen, gegenüber 29 reinen Käufern. Wer das herausgefunden hat, wirbt längst Verkäufer.
Was einen gemeldeten Umsatz auslöst, und was das nicht heißt
Auf dieser Seite stand früher dreimal, es würden nur abgeschlossene und bezahlte Bestellungen gemeldet. Das ist falsch, und die Richtigstellung wirkt in beide Richtungen.
Die Bedingung ist die Zahlung, nicht die Erfüllung. Sobald die Zahlung einer Bestellung abgeschlossen ist, die Bestellung nicht bereits gemeldet wurde und weder erstattet noch fehlerhaft ist, geht die Meldung heraus. Die Bestellung selbst kann noch in Bearbeitung sein, was bei manuell gelieferter Ware und bei Reichweitendiensten der Normalfall ist, weil die Bestätigungsseite lange vor der Lieferung erscheint.
Was daraus folgt, gemessen über alle Meldungen, die diese Seite je verschickt hat: elf gingen heraus, während die Lieferung noch lief, fünfundvierzig auf teilweise bezahlten Bestellungen, und 688 auf Bestellungen, die am Ende erstattet wurden. Nichts davon wird zurückgenommen. Der Vermerk wird einmal gesetzt, zuerst geprüft und nie gelöscht.
Ein gemeldeter Umsatz ist also eine Aussage über eine Zahlung und keine Zusage über einen Ausgang. Wenn Ihre Abrechnung und unsere Bestellhistorie auseinandergehen, liegt es meistens hier.
Die Cookie-Frage, und warum dieses Programm sie seltsam beantwortet
Die Cookie-Dauer ist das meistgesuchte Detail zu Partnerlinks überhaupt, und auf Deutsch fällt dabei etwas auf: Alle zehn Suchvorschläge zu „affiliate cookie“ sind englischsprachig. Der deutsche Markt stellt diese Frage mit englischem Wortschatz, sechs der zehn drehen sich um die Dauer.
Hier zerfällt die Antwort nach Zweig, und zwei Drittel davon sind ungewöhnlich. Nur der Bestellzweig hängt im Moment der Kasse an einem Cookie oder einer URL, und das ist der Zweig mit 2,1 Prozent. Die beiden anderen haben überhaupt kein Fenster: Meldet sich jemand über Ihren Link an, wird Ihr Code auf sein Konto geschrieben und bleibt dort. Ein Käufer, der sich heute registriert und in einem Jahr bestellt, zählt weiterhin für Sie, und ein Verkäufer zählt auf seine Umsätze auf unbestimmte Zeit.
Eine Regel begrenzt das, und sie ist hart. Der Code wird ausschließlich bei der Registrierung angeheftet. Wer bereits ein Konto hat und danach Ihren Link anklickt, bekommt nichts auf sein Konto geschrieben, heute nicht und später nicht. Er kann über Ihren Link an der Kasse noch eine zugeordnete Bestellung erzeugen, aber das ist der kleine Zweig. Menschen zu werben, die hier schon ein Konto haben, ist nahezu unbezahlte Arbeit.
Wo der Code gelesen wird
Der Server sucht an fünf Stellen in fester Reihenfolge und hört bei der ersten auf, die etwas liefert: ein Code im Anfragerumpf, ein Empfehlungscode im Anfragerumpf, ein ref-Parameter in der URL, ein Cookie mit dem Empfehlungscode und zuletzt das eigene Cookie der Partnerplattform, das den Code in einem kleinen JSON-Objekt trägt.
Unter Ihrer eigenen Kontrolle steht davon die dritte Stelle. Ein ?ref= mit Ihrem Code an einen beliebigen Link, den Sie teilen, genügt für sich allein, ohne Cookie und ohne Skript. Das ist das Zuverlässigste, was Sie tun können, weil es beim ersten Besuch funktioniert, im privaten Fenster und auf einem Gerät, das diese Seite noch nie gesehen hat.
Ihr Code wird genau so gespeichert, wie Sie ihn schreiben
Nirgends in diesem Pfad werden Großschreibung oder Trennzeichen vereinheitlicht. Was ankommt, wird gespeichert, verglichen und gemeldet.
Das ist nicht theoretisch. Von den zehn verschiedenen Codes, die auf Bestellungen auftauchen, sind die ersten drei dieselben zwei Wörter, einmal mit Unterstrich, einmal mit Bindestrich und einer Großschreibung, einmal mit Bindestrich und zwei. Zusammen tragen sie 324 der 396 Bestellungen mit Code. Ein weiteres Paar unterscheidet sich nur in der Groß- und Kleinschreibung. Zwei Partner erscheinen so als fünf Codes.
Nehmen Sie eine Schreibweise Ihres Links und benutzen Sie sie überall. Wer bereits mehrere veröffentlicht hat, verliert nichts: Die alten funktionieren weiter, sie werden nur getrennt ausgewiesen.
Klicks, und was sich darüber ehrlich sagen lässt
Wir erfassen keine Klicks. Es gibt in diesem System keine Sammlung dafür und keine Route, die eine schreibt, also kann von unserer Seite niemand bestätigen, dass ein Besuch stattgefunden hat.
Diese Hälfte der Messung gehört der Partnerplattform und ihrem eigenen Skript, und in beides haben wir keine Einsicht. Bestätigen können wir alles danach: welcher Code den Server erreicht hat, an welchem Konto er hängt, gegen welche Bestellung er aufgelöst wurde und welche Meldung herausging. Eine Abweichung bei Klicks können wir nicht untersuchen, eine bei Umsätzen schon.
Eine Meldung je Bestellung, dauerhaft
Eine Bestellung wird einmal gemeldet. Im Moment der Meldung wird ein Zeitstempel auf die Bestellung geschrieben, und dieser Zeitstempel ist das Erste, was bei jedem weiteren Anlauf geprüft wird. Wiederholte Zahlungsbenachrichtigungen, Eingriffe der Verwaltung und Statuswechsel laufen alle in diese Prüfung und bleiben dort stehen.
Eine Bestellung löst außerdem genau einen Partner aus. Die drei Zweige sind eine Rangfolge und keine Aufteilung: Ein Code auf der Bestellung schlägt den gespeicherten Code des Käufers, und dieser schlägt den des Verkäufers. Es gibt keine geteilte Gutschrift und keine zweite Meldung.
Zwei Dinge heißen hier Empfehlung, und sie sind nicht dasselbe
Das gehört auseinandergehalten, weil sich der Wortschatz überschneidet. Das Partnerprogramm dieser Seite läuft über eine externe Plattform. Davon getrennt bekommt jedes Konto bei der Registrierung einen eigenen Empfehlungscode, der in ein hausinternes, zweistufiges Empfehlungsprogramm führt, mit fünf Prozent auf der ersten und einem Prozent auf der zweiten Stufe und einem eigenen Provisionsbuch, in dem derzeit ein paar hundert Zeilen stehen.
Zwei Systeme, zwei verschiedene Geldflüsse. Wer sich über eine Zahl wundert, sollte zuerst klären, welches der beiden er gerade ansieht.
Der Abzug beim Verkäufer, und der Zweig, den er auslässt
Ein letzter Mechanismus, den Partner auf der Verkäuferseite kennen sollten. Wird eine Bestellung über den Bestell- oder den Käuferzweig zugeordnet, wird ein Anteil von fünf Prozent vom Nettoanteil des Verkäufers abgezogen. Wird sie über den Verkäuferzweig zugeordnet, wird gar nichts abgezogen.
Da der Verkäuferzweig 93 Prozent der Zuordnungen ausmacht, ist dieser Abzug ein seltenes Ereignis und kein Regelfall. Er ist auch der Grund, warum ein von Ihnen geworbener Verkäufer Ihre Provision nicht aus seiner eigenen Marge bezahlt: Seine Umsätze schreiben Ihnen gut, ohne seinen Anteil anzufassen.
Steuern und Kennzeichnung: zwei Fragen, die hier nicht hingehören
Neun Suchvorschläge rund um Partnerlinks in Deutschland, Österreich und der Schweiz sind steuerlicher Natur, und die Kennzeichnungspflicht für Werbelinks kommt als eigene Anfrage dazu. Diese Seite beantwortet beides nicht, und das ist kein Versehen. Ob und wie Einnahmen zu versteuern sind und wie ein Link zu kennzeichnen ist, hängt an Ihrer Rechtsform, Ihrem Wohnsitzstaat und Ihrer Veröffentlichungsform. Das ist eine Frage an eine Steuerberatung und gegebenenfalls an eine Rechtsberatung, nicht an den Marktplatz, dessen Programm Sie bewerben.
Fünf Regeln, die daraus folgen
- Werben Sie Verkäufer. Der Verkäuferzweig ist 93 Prozent von allem, was hier zugeordnet wird.
- Benutzen Sie eine einzige Schreibweise von
?ref=mit Ihrem Code, überall. - Die Registrierung ist der einzige Moment, in dem sich ein Code an ein Konto heftet. Bestehende Nutzer lassen sich nicht mehr beanspruchen.
- Ein gemeldeter Umsatz heißt, dass eine Zahlung abgeschlossen wurde, nicht dass geliefert oder behalten wurde.
- Jede Bestellung meldet einmal, an genau einen Partner, und wird nie erneut gemeldet.



