Verkäuferstufen auf HstockPlus: fünf Stufen und was sie wirklich ändern
Fünf Stufen von Lv.1 Member bis Lv.5 Platinum, gemessen am Umsatz der letzten 365 Tage. Nur zwei der Vorteile sind Geld wert, und einer davon wird meist übersehen.
Michael Chen
Es gibt fünf Verkäuferstufen, nicht drei, und sie heißen nicht „Neuer Verkäufer“ oder „Verifizierter Verkäufer“. Sie heißen Lv.1 Member, Lv.2 Bronze, Lv.3 Silver, Lv.4 Gold und Lv.5 Platinum, und jede von ihnen hängt an einer Umsatzschwelle. Die Stufe ergibt sich aus dem Umsatz der letzten 365 Tage, nicht aus einer Bewerbung und nicht aus einer Prüfung.
Die Schwellen
| Stufe | Umsatz, 365 Tage | Wartezeit bis zur automatischen Bestätigung | Angebote | Bestand je Produkt / Shop | Streitfall-Abzug |
|---|---|---|---|---|---|
| Lv.1 Member | ab 0 | 3 Tage | 100 | 10.000 / 50.000 | fällt an |
| Lv.2 Bronze | ab 1.000 | 3 Tage | 200 | 20.000 / 100.000 | fällt an |
| Lv.3 Silver | ab 10.000 | 2 Tage | 500 | 30.000 / 150.000 | entfällt |
| Lv.4 Gold | ab 20.000 | 2 Tage | 1.000 | 100.000 / 500.000 | entfällt |
| Lv.5 Platinum | ab 30.000 | 1 Tag | 1.500 | 200.000 / 500.000 | entfällt |
Die Angebotsgrenze ist keine lineare Formel mehr: Lv.1 = 100, Lv.2 = 200, Lv.3 = 500, Lv.4 = 1.000, Lv.5 = 1.500 (in den Seller-Einstellungen je Stufe editierbar). Wer wissen will, ob eine Angabe auf dieser Seite noch stimmt, findet die Tabelle live unter Verkäuferstufen und Vorteile, sie wird aus derselben Konfiguration gebaut wie das Konto selbst.
Der einzige Vorteil, der direkt Geld bewegt
Vier der fünf Spalten oben sind Kapazität. Sie werden erst wichtig, wenn man an eine Grenze stößt. Die dritte Spalte ist etwas anderes: Sie bestimmt, wie lange das Geld einer bezahlten Bestellung liegt, bevor es abgerufen werden kann.
Der Ablauf ist immer derselbe. Der Käufer bestätigt den Erhalt, dann wird das Geld freigegeben. Bestätigt der Käufer nicht, bestätigt das System nach Ablauf der Wartezeit, und die Wartezeit hängt an Ihrer Stufe. Auf Lv.1 sind das drei Tage, auf Lv.5 einer.
Wie viel das ausmacht, zeigt eine Zahl aus dem Bestand: Von 96.111 Bestellungen wurden 73.271 automatisch bestätigt, also durch Zeitablauf, nicht durch einen Klick des Käufers. Anders gesagt: Bei etwa sechs von sieben Bestellungen ist es ausschließlich Ihre Stufe, die entscheidet, wann das Geld verfügbar wird. Der Unterschied zwischen Lv.1 und Lv.5 sind zwei Tage auf fast jede Bestellung, dauerhaft.
Zwei Dinge halten die Uhr trotzdem an, unabhängig von der Stufe: ein offenes Ticket zur Bestellung und ein offener Streitfall. Beides setzt die automatische Bestätigung aus und hält das Geld fest. Das ist der Grund, warum schnelles Beantworten von Tickets für einen Verkäufer keine Höflichkeit ist, sondern Liquidität.
Der zweite Vorteil, der übersehen wird
Ab Lv.3 Silver entfällt der Abzug bei Streitfällen. Wird ein Streitfall zugunsten des Käufers entschieden, wird dem Verkäufer unterhalb dieser Stufe ein Prozent seines Bruttoanteils abgezogen. Ab Silver nicht mehr.
Ein Prozent klingt nach wenig, und bei einem einzelnen Fall ist es das auch. Der Punkt ist ein anderer: Es ist die einzige Stelle im System, an der eine Stufe eine Strafe abschaltet statt eine Grenze zu erhöhen. Wer nah an der Schwelle von zehntausend steht und viele Streitfälle hat, gewinnt hier mehr als an jeder Kapazitätsgrenze.
Top Pick und Telegram-Werbung: zwei Wege, ein Ziel
Zwei Sichtbarkeitsvorteile hängen ebenfalls an der Stufe, aber anders als der Rest.
Auf Lv.1 bis Lv.3 sind Top Pick und die kostenlose Telegram-Anzeige nicht gesperrt, sondern über das Empfehlungsprogramm freischaltbar. Dabei bringt jeder freigegebene Link zusätzlich zwanzig Angebotsplätze, bis zu drei Links werden angerechnet, also bis zu sechzig Plätze obendrauf. Ab Lv.4 Gold stehen beide Vorteile ohne dieses Programm offen.
Für einen neuen Verkäufer ist das die praktisch wichtigste Zeile der ganzen Seite: Die Sichtbarkeit, die andere über Umsatz erreichen, ist auf den unteren Stufen über das Programm erreichbar, ohne auf zwanzigtausend Umsatz zu warten.
Was die Stufe nicht tut
Hier ist Genauigkeit wichtiger als Werbung, deshalb die Gegenliste.
- Sie senkt keine Gebühr. Der Abzug bei der Auszahlung ist auf jeder Stufe gleich. Details dazu stehen in der Anleitung zur Auszahlung von Einnahmen.
- Sie hebt Ihr Angebot nicht im Katalog. Die Platzierung im Katalog folgt einem eigenen Bewertungsmodell aus Verkäufen, Qualität, Aktualität und Bestand, und die Verkäuferstufe kommt darin nicht vor. Was dort tatsächlich zählt, steht in den Hinweisen zur Umsatzsteigerung.
- Sie beschleunigt die Freigabe Ihrer Produkte nicht. Ob ein Produkt sofort veröffentlicht wird, hängt an einer Kontoeinstellung, nicht an der Stufe. Siehe dazu den Leitfaden zur Produktfreigabe.
- Sie ist nicht dauerhaft. Der Umsatz wird rollierend über 365 Tage gemessen. Wer ein Jahr lang weniger verkauft, fällt zurück, und die Wartezeit verlängert sich entsprechend wieder.
Was sich daraus praktisch ergibt
Für die meisten Verkäufer sind die Kapazitätsgrenzen nie das Problem. Hundert Angebote und zehntausend Einheiten je Produkt auf der untersten Stufe reichen weit. Was auf jeder Stufe spürbar ist, sind die Wartezeit und die Tickets.
Daraus folgt eine sehr kurze Prioritätenliste: Tickets zügig schließen, weil offene Tickets die Uhr anhalten und das Geld festsetzen. Und den Umsatz der letzten 365 Tage im Blick behalten, weil er die Wartezeit bestimmt und weil er, anders als die Stufe selbst, langsam wieder verfällt.



