Was eine t-online.de-Adresse ist, und warum zwei Passwörter im Spiel sind
Freemail der Deutschen Telekom, und fast jede Suche danach ist Kontopflege. Wer die Adresse in Outlook einbinden will, braucht ein zweites Passwort, und genau daran scheitert die Einrichtung.
Avery BennettEin Wort dazu, wer hier vermutlich liest. Wer auf Deutsch nach t-online sucht, sucht fast ausschließlich nach Kontopflege: anmelden, Posteingang öffnen, Passwort ändern, Konto in Outlook einrichten. Drei Kauf-Formulierungen, darunter t-online mail kaufen, liefern in der Vorschlagsliste überhaupt nichts. Es gibt im deutschsprachigen Raum praktisch keine Kaufnachfrage nach dieser Marke.
Deshalb ist dies kein Kaufratgeber. Es ist eine Erklärung dessen, was hinter der Adresse steckt, und vor allem der einen technischen Eigenheit, an der die Einrichtung regelmäßig scheitert.
Eine Einschränkung vorweg: Die Bedingungen der meisten Anbieter untersagen die Weitergabe von Konten, und nichts hier ist als Zustimmung der Deutschen Telekom zum Kontohandel zu lesen. Ob ein konkreter Vorgang zulässig ist, richtet sich nach deren Bedingungen und nach geltendem Recht.
Was das überhaupt ist
T-Online ist der Maildienst der Deutschen Telekom, der kostenlose Tarif heißt Freemail. Er gehört einer anderen Linie an als Gmail oder Outlook: das Postfach eines nationalen Netzbetreibers, kein globales Produkt. Nach Angaben der Telekom umfasst der kostenlose Tarif ein Gigabyte Speicher und bis zu hundert ausgehende Nachrichten pro Tag, und IMAP, POP3 sowie SMTP stehen ohne kostenpflichtiges Upgrade zur Verfügung.
Das ist keine Selbstverständlichkeit. Mehrere andere Anbieter haben den Zugang über externe Programme inzwischen hinter einen Bezahltarif verschoben oder ganz gestrichen. Hier ist er im Gratistarif enthalten, und das erklärt, warum 15 der 17 Angebote auf diesem Regal einen IMAP-Tag tragen.
Daneben hat die Telekom Adressen auf @magenta.de eingeführt. Bestehende @t-online.de-Adressen bleiben davon unberührt und funktionieren weiter.
Zwei Passwörter, und nur eines funktioniert in Outlook
Das ist der praktisch wichtigste Punkt des ganzen Textes, und die Suchvorschläge zeigen ihn deutlich: passwort für outlook, passwort für e-mail-programme anzeigen, zugangsdaten imap, persönliches kennwort vergessen. Fünf der zehn Vorschläge zu t-online konto drehen sich um Outlook oder Thunderbird.
Der Grund ist eine Trennung, die im Telekom-Umfeld historisch gewachsen ist. Es gibt die Zugangsdaten des Telekom-Kontos, und es gibt ein gesondertes Passwort für den Zugriff durch E-Mail-Programme. Wer die normalen Anmeldedaten in Outlook oder Thunderbird einträgt, bekommt eine Abweisung, die exakt so aussieht wie ein falsches Passwort oder ein totes Konto.
Für jemanden, der ein Konto gerade erst übernommen hat, ist das die gefährlichste Fehlerquelle überhaupt. Die Einrichtung schlägt fehl, das naheliegende Urteil lautet "die Zugangsdaten stimmen nicht", und in Wahrheit fehlt nur das zweite Passwort. Wer das nicht weiß, verbringt den Abend mit der Fehlersuche an der falschen Stelle.
Warum das hier ausdrücklich steht: Die Garantie auf diesem Regal liegt im Median bei zwölf Stunden, ein Zehntel der Angebote räumt weniger als eine Stunde ein, und bei etwa jedem achten ist sie null oder liegt unter einer Stunde. Zwölf Stunden klingen nach Zeit. Ein Abend Fehlersuche am falschen Passwort verbraucht sie vollständig.
Warum diese Adressen den Besitzer wechseln
Hier liefert die Suche eine ungewöhnlich klare Antwort. Der Einstieg t-online adresse behalten erzeugt neun Vorschläge, und jeder einzelne handelt vom selben Vorgang: die Adresse behalten bei Anbieterwechsel, nach Kündigung, nach dem Kündigen des Vertrags. Es ist eine der geschlossensten Vorschlagslisten, die man zu einem deutschen Markenbegriff findet.
Daraus folgt das Naheliegende. Diese Adressen überleben die Verträge, aus denen sie stammen. Menschen wechseln den Anbieter, kündigen, ziehen um, und die Mailadresse bleibt bestehen, oft jahrelang und oft ungenutzt. Das ist die Angebotsseite, und sie ist banaler als jede Vermutung über Umgehungen.
Für die Kaufseite folgt daraus etwas Unbequemes. Wenn eine Adresse einen gekündigten Vertrag überlebt hat, gibt es weiterhin eine Person, für die sie mit einer Rufnummer und einer Wiederherstellungsfrage verknüpft ist. Wer diese Verknüpfung hält, hält das Zurücksetzen des Passworts. Das ist die Frage, die darüber entscheidet, ob die Adresse dauerhaft Ihnen gehört, und keine Produktbeschreibung beantwortet sie.
Was auf dem Regal steht
Das Regal ist klein, deshalb hier Stückzahlen statt Prozentangaben, die eine Genauigkeit vortäuschen würden, die 17 Angebote nicht hergeben.
Aktiv sind 17 Angebote, davon 9 auf Lager, verteilt auf 7 Anbieter, von denen der größte gut die Hälfte hält. Diese Konzentration ist hoch und die Lagerlücke liegt bei fast der Hälfte; beides gehört zu den schwächsten Werten im gesamten Katalog. Was Sie sehen, ist also nahezu das gesamte Angebot, und Abwarten verbessert die Auswahl selten.
15 der 17 Angebote tragen IMAP, 11 nennen ein mitgeliefertes Postfach. Die Lieferung erfolgt bei allen sofort, ohne manuelle Bearbeitung. Übergeben wird eine gewöhnliche Anmeldung mit Passwort, keine Token und keine Sitzungsdateien, was dieses Regal zu einem der einfachsten in der Übergabe macht und den Hinweis oben über das zweite Passwort erst recht nötig.
Die Preis-Merkwürdigkeit
Beim Alter passiert hier etwas Bemerkenswertes, und es lohnt sich, weil es kostenlos ist, darauf zu achten.
Der unbestimmte Alterstag, der lediglich "gealtert" sagt und kein Jahr nennt, liegt im Median rund zwölfmal über dem Median des ganzen Regals. Die datierte Stufe vor 2017, also die tatsächlich ältesten Konten, liegt bei etwa einem Sechstel dieses Regal-Medians. Die beiden datierten Stufen dazwischen liegen ebenfalls klar darunter.
Sie bezahlen hier also einen Aufschlag genau dafür, nicht zu erfahren, wann das Konto registriert wurde. Wer auf ein genanntes Jahresband filtert, bekommt ein älteres Konto für weniger Geld, und das kehrt die Annahme um, mit der die meisten auf so ein Regal kommen. Bei 17 Angeboten ist das eine Beobachtung an einer Kleinstichprobe und kein Marktgesetz, aber sie ist überprüfbar und kostet nichts.
Wenn Sie eine übernehmen
- Das Passwort für E-Mail-Programme zuerst klären. Ohne dieses zweite Passwort scheitert jede Einrichtung in Outlook oder Thunderbird, und der Fehler sieht aus wie ein totes Konto. Klären Sie vor allem anderen, ob es mitgeliefert wurde.
- Sofort ein echtes Programm verbinden. Der Protokollzugang ist eine Anbieterentscheidung und keine feste Eigenschaft eines Kontos. Ein Tag beschreibt den Stand zum Zeitpunkt des Schreibens, nicht von heute.
- Von einem passenden Standort anmelden. Eine deutsche oder europäische Adresse passt zur Herkunft des Kontos; eine Abweichung ist der übliche Auslöser für zusätzliche Prüfungen.
- Den Wiederherstellungsweg feststellen. Zur Registrierung gehörte eine Rufnummer. Wer sie hält, hält das Zurücksetzen. Diese Frage entscheidet über Dauerhaftigkeit, nicht der Preis.
- Das Jahr lesen, nicht das Wort. Nach den Preisen oben ist ein genanntes Jahresband zugleich günstiger und überprüfbarer als eine unbestimmte Altersangabe.
Die aktuellen Angebote stehen auf dem t-online-Regal.
